die besten Gartentipps von Fruchtfolgen, Mischkulturen und anderen

Erfolgreich gärtnern – die wichtigsten Basics

Meine Mutti und ich haben das große Glück, dass wir den fast 70 Jahre alten Selbstversorgergarten meines Opas als dessen Vermächtnis übernehmen konnten. Mit diesem einzigartigen Schatz sind wir unglaublich gesegnet. Zudem hat er über die Jahrzehnte akribisch Tagebücher darüber geführt und uns so sein wertvolles Wissen hinterlassen. Allerdings bin ich mir völlig bewusst, dass die wenigsten in den Genuss dieses Luxus kommen dürften. Deshalb die große Preisfrage: kannst du auch ohne jegliches Vorwissen erfolgreich gärtnern? Die Antwort: auf jeden Fall! Nachfolgend möchte ich dir deshalb einige wichtige Aspekte erläutern, die über Erfolg und Misserfolg (d)eines Hobbygärtnerlebens entscheiden.

Bodenqualität

Das A und O damit du überhaupt erfolgreich Gärtnern kannst! Dabei solltest du beachten, dass die Pflanzen unterschiedliche Ansprüche an die Bodenqualität stellen. Die meisten gängigen Gemüsearten wie beispielsweise Tomaten, Gurken und andere Kürbisgewächse oder auch Kohlarten gedeihen auf schweren Lehmböden. Diese lassen sich zwar schlechter bearbeiten als Sandböden, haben aber den Vorteil, dass Starkzehrer hier besser gedeihen. Denn: dieser Boden speichert Wasser und Nährstoffe über einen relativ langen Zeitabschnitt. Regenwürmer und andere Bodenlebewesen – auch Mikroorganismen wie Bakterien oder Pilze – sind die besten Freunde des Gärtners. Sie produzieren nicht nur den wertvollen Humus, sondern sorgen für eine ausreichende Durchlüftung des Bodens.
Ende Oktober graben wir den Garten komplett „auf Scholle“ um, wobei wir unseren gesammelten Hühnermist einarbeiten. Im Frühjahr bis Herbst mulchen wir den Boden regelmäßig mit frischer Grasmahd, so dass er auf diese Weise wichtige Nährstoffe erhält. Unseren Dünger erzeugen wir mithilfe von vier Komposthaufen selbst – natürlicher geht’s nicht.

Fruchtfolgen

Ein Aspekt, auf den mein Opa größten Wert gelegt hat, denn er dient als einer der maßgeblichen Faktoren, um den Ernteerfolg zu sichern. Auf diese Weise lassen sich die Zöglinge optimal mit Nährstoffen versorgen und sind auch resistenter gegen Krankheiten oder unerwünschten Insektenbefall. Wir achten nicht nur auf die Vor- und Nachkulturen von einer Saison zur nächsten, sondern auch innerhalb des Gartenjahres. Die einzelnen Gemüsesorten lassen sich in Stark-, Mittel- und Schwachzehrer unterteilen. Zur ersten Gruppe gehören beispielsweise Kartoffeln, Gurken, Mais, Kürbisse oder Kohlsorten. Zur zweiten Kategorie zählen Kopfsalat oder Karotten und zur dritten Bohnen, Radieschen sowie Zwiebeln. Bedeutet in der Praxis: wir beginnen im ersten Jahr mit den Starkzehrern, dann folgen die Mittelzehrer und im dritten Jahr die Schwachzehrer. So rotieren wir die Fruchtfolgen im Garten durch, so dass die Starkzehrer sich frühestens im 4. Jahr auf der gleichen Postion wiederfinden.

Mischkulturen

Ähnlich verhält es sich auch mit den Mischkulturen. Bedeutet: wir platzieren unterschiedliche Gemüsesorten auf dem gleichen Beet bzw. Areal. Dadurch können sich die Pflanzen ebenfalls gegenseitig stärken und sind besser geschützt vor Krankheiten oder unerwünschten Insektenbefall. Ähnlich wie auch in einem nachbarschaftlichen Verhältnis harmonieren einige Gemüsearten sehr gut miteinander, andere wiederum mögen sich gar nicht. Dabei spielen vor allem sekundäre Pflanzenstoffe wie ätherische Öle oder Saponine als Exkremente eine zentrale Rolle. Sie entscheiden darüber, ob sich zwei Pflanzen vertragen oder eben nicht. Meine Mutti und ich arbeiten uns zu Beginn des Jahres einen Anbauplan aus, was sich zugegebenermaßen nicht immer so einfach gestaltet. Dennoch ist er obligat und sichert den bestmöglichen Ertrag.
Im folgenden habe ich dir eine Übersicht zusammengestellt, in der ich die wichtigsten Fruchtfolgen und Mischkulturpartner zusammengestellt habe. Diese kannst du kostenlos downloaden.

Saatgut

Erfolgreich gärtnern funktioniert nur mit qualitativ erstklassigen Saaten.
Unsere versuchen wir größtenteils selbst zu gewinnen, ansonsten greifen wir auf eine kleine Familiengärtnerei zwei Dörfer weiter zurück, die hochwertige Saaten und selbstgezogene Pflanzen anbietet. Deren Maßstäbe übertreffen die des Standard-Biosiegels um Längen, so dass selbstverständlich keinerlei Pestizide oder Gentechnik zum Einsatz gebracht werden.
Besonders einfach gestaltet sich die Saatgutgewinnung beispielsweise bei Paprikas, Erbsen, Mais, Bohnen, Tomaten, Zucchini oder Gurken. Auch Erdbeeren und Kartoffeln lassen sich problemlos vermehren. Gleiches gilt für die meisten Kräuter.
Falls du Saatgut kaufst, empfehle ich dir auf jeden Fall Bioqualität – auch, wenn es ein wenig teurer ist als das konventionelle. Doch du willst ja schließlich das Optimum herausholen und Pestizidfreiheit sicherstellen. Der Fremdbesatz im Saatgut sollte gering sein – bei bestmöglicher Keimrate.
Eines ist klar: die Qualität des eigenen Saatguts übertrifft die des gekauften – zumal du sicherstellst, dass keine gentechnisch veränderten Bestandteile oder Giftstoffe enthalten sind.

Pflege

Die Pflege startet bereits bevor die Aussaat beginnt. Unter Berücksichtigung der Fruchtfolgen und Mischkulturen spielt vor allem die Wahl des richtigen Standorts die zentrale Rolle. Neben der Bodenqualität sind Licht, Temperatur und Wasserversorgung ausschlaggebend für den Ernteertrag. Für jede Gemüsesorte sollten daher die bestmöglichen Voraussetzungen geschaffen werden, damit sie sich optimal entfalten kann.
Gerade diverse Kohlarten stellen harte Bedingungen und entpuppen sich als echte Diven. Sie legen Wert auf einen neutralen pH-Wert mit hohem Humusanteil und bereits geringe Schwankungen werden von ihnen nicht toleriert.
Einige Exoten wie Zitronengras, Süßkartoffeln oder Wassermelonen lassen sich zwar sehr gut bei uns im Garten kultivieren, benötigen allerdings eine hohe Keimtemperatur. Frost hingegen mögen sie überhaupt nicht.
Beim Gießen der Tomaten solltest du unbedingt darauf achten, dass das Wasser nicht über die Blätter läuft, da dies den Pilzbefall fördert.
Spargel hingegen ist ein Kapitel für sich.

Weiterführende Infos

Ich könnte die Liste noch beliebig fortsetzen, was jedoch den Rahmen sprengen würde. Falls dich das Thema interessiert, so findest du in meinem Buch „Top ernährt nix entbehrt“ alle relevanten Informationen, mit denen du erfolgreich gärtnern und ernten wirst.

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Ich hoffe, ich konnte dir mit diesem Beitrag einen kleinen Einblick liefern, so dass du ab jetzt erfolgreich gärtnern kannst. Noch mehr Inspirationen für deine Gesundheit, Fitness sowie Ernährung erhältst du gratis auf meinen Social Media Kanälen.

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Über mich

Fanny Patzschke
Fanny

Ich bin Fanny, Ernährungsberaterin, Fitnesstrainerin, Apothekerin, Yogalehrerin, Buchautorin und Referentin.

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