vegane glutenfreie zuckerfreie Rohkost-Cookies

Rohkostcookies: gedörrt anstatt gebacken

Saftig-fruchtige Cookies aus dem Dörrgerät, das funktioniert? Ja, in der Tat und das sogar extrem gut. Zum ersten Mal habe ich diese Art der Zubereitung für einen Vitalkostbrunch ausgetestet und seither habe ich diverse Abwandlungen der Rohkostcookies kreiert – je nachdem, was mein Vorratsschrank gerade für mich bereithielt. Alle Versionen sind vegan, glutenfrei und natürlich gesüßt mit frischem Obst sowie Trockenfrüchten. 
Dadurch, dass wir keinen künstlichen Zuckerzusatz verwenden, sind die Cookies gesund und vollwertig. Ferner liefern uns die Nüsse, Saaten und Kerne gesunde ungesättigte Fette, die für unseren Organismus essentiell sind. Die Teige sind super schnell und einfach zusammengemischt und funktionieren dabei alle nach analogem Prinzip.
 Klingt doch vielversprechend, oder? Anschließend stelle ich dir die beliebtesten Kreationen vor, die allesamt in meinem Buch Top ernährt nix entbehrt enthalten sind. Dort erwarten dich über 180 Rezeptinspirationen. Darüber hinaus findest du auf knapp 500 Seiten das geballte Wissen, was du benötigst, um deine Ernährung schrittweise zu optimieren.

1. Zitronengras-Spirulina-Rohkostcookies

Zutaten für ca. 35 Stück

  • 1 große Birne
  • 3 mittelgroße Äpfel
  • 1 Handvoll Pfefferminzblätter
  • 1 Stange Zitronengras
  • 2 EL Mesquite
  • 1 Prise Salz
  • 5 Medjoul-Datteln
  • 100 g Mandeln
  • 40 g Hanfsamen
  • 1 TL Spirulina

Zubereitung

  • Dörrgitter mit Dauerback- oder Dörrfolie belegen
  • Äpfel und Birne waschen, entkernen und vierteln, Zitronengras klein schneiden und mit Datteln sowie Pfefferminze im Hochleistungsmixer pürieren
  • Mandeln im Blitzhacker zerkleinern und anschließend in Schüssel mit trockenen Zutaten mischen
  • Teig mit TL abnehmen, dann auf Dörrgitter setzen und Cookies formen
  • alles ungefähr 13-15 Stunden bei 40°C trocknen lassen (dabei nach Hälfte der Zeit wenden und für weitere 5-6 Stunden direkt auf Gitter fertig dörren)

2. Nussige Jackfrucht-Bananen-Rohkostcookies

Zutaten für ca. 30 Stück

  • 1 Banane
  • 1 Handvoll gedörrte Jackfrucht
  • 50 g Cashewkerne
  • 30 g Paranüsse
  • 1 TL gemahlene Vanille
  • 1 Prise Salz
  • 10 Walnüsse
  • 3 EL Kokosraspeln
  • 2 EL Kakaonibs

Zubereitung

  • Dörrgitter mit Dauerback- oder Dörrfolie belegen
  • Banane sowie Jackfrucht klein schneiden und alles im Hochleistungsmixer pürieren
  • Kerne und Nüsse im Blender zerkleinern und in Schüssel mit Vanille, Salz sowie Kokosraspeln mischen
  • Fruchtpüree zugeben und alles zu homogener Masse vermengen
  • abschließend Hälfte der Kakaonibs im Blender zerkleinern und mit ganzen Stückchen zusammen in Teig integrieren
  • Masse mit TL abnehmen und anschließend auf Dörrfolie setzen
  • Teighäufchen mit befeuchteten Händen in Cookie-Form modellieren und 12-14 Stunden bei 40°C trocknen lassen (dabei nach 7 Stunden wenden und direkt auf Gitter fertig dörren)

3. Fruchtige Müsli-Rohkostcookies

Zutaten für ca. 40 Stück

  • 2 kleine Bananen
  • 2 EL gefriergetrocknete Cranberries
  • 5 Medjoul-Datteln
  • 30 g Mandelmus
  • 40 g Cashewkerne
  • 1 TL gemahlene Vanille
  • 1 Prise Salz
  • 50 g Walnüsse
  • 2 EL Kokosraspeln

Zubereitung

  • Dörrgitter mit Dauerback- oder Dörrfolie belegen
  • Bananen, Cranberries und Datteln klein schneiden und alles im Standmixer pürieren, dann Mandelmus zufügen und erneut mixen
  • Kerne und Nüsse im Blender zerkleinern und in Schüssel mit Vanille, Salz sowie Kokosraspeln mischen
  • Mandel-Fruchtpüree zugeben und alles zu homogener Masse vermischen
  • Teig mit TL abnehmen und anschließend auf Dörrfolie setzen
  • Teighäufchen mit befeuchteten Händen in Cookie-Form modellieren und ungefähr 10-12 Stunden bei 40°C trocknen lassen (dabei nach Hälfte der Zeit wenden und auf Gitter fertig dörren)

4. Mango-Kokos-Hanf-Rohkostcookies

Zutaten für ca. 35 Stück

  • 2 Bananen
  • 40 g gedörrte Mangos
  • 40 g Hanfsamen
  • 3 EL Kokosraspeln
  • ½ TL gemahlene Vanille
  • 1 Prise Salz
  • 3 EL Mandeln
  • 2 EL Kakaonibs

Zubereitung

  • Dörrgitter mit Dauerback- oder Dörrfolie belegen, dann Bananen und Mangos pürieren
  • Hanfsamen, Mandeln und Kokosraspeln im Blender zerkleinern und anschließend in Schüssel mit Vanille und Salz mischen
  • Bananen-Mango-Püree zugeben, alles zu homogener Masse verarbeiten und abschließend Kakaonibs unterheben
  • Teig mit TL abnehmen und dann auf Dörrfolie setzen
  • Teighäufchen mit befeuchteten Händen in Cookie-Form modellieren und 12-14 Stunden bei 40°C trocknen lassen (dabei nach Hälfte der Zeit wenden und auf Gitter fertig dörren)

5. Chufa-Kürbis-Rohkostcookies

Zutaten für ca. 30 Stück

  • ¼ Hokkaidokürbis (ca. 300 g)
  • 100 g Erdmandelmehl
  • 3 EL Sonnencarob
  • 1 TL Zimtpulver
  • 2 EL Kokosöl
  • 3-4 EL Yaconsirup
  • ca. 70-80 ml Kokoswasser
  • 2 Handvoll Kürbiskerne
  • 2 EL Kakaonibs
  • ½ Tonkabohne
  • 1 Prise Salz
  • 1 Msp. Muskat

Zubereitung

  • Dörrgitter mit Dauerback- oder Dörrfolie belegen, dann Kürbiskerne und Tonkabohne grob zerkleinern
  • Kürbis waschen, halbieren, entkernen, klein schneiden und anschließend im Hochleistungsmixer mit Yaconsirup pürieren
  • Erdmandelmehl, Salz, Muskat, Sonnencarob und Zimt mit Kürbiskernen sowie Tonkabohne in Schüssel mischen
  • Kokosöl, Kokoswasser sowie Kürbispüree zufügen und alles zu homogenen Teig verarbeiten
  • abschließend Kakaonibs unterheben, Teig mit TL abnehmen, auf Dörrgitter setzen und Cookies formen
  • alles um die 10-12 Stunden bei 40°C trocknen lassen (dabei nach Hälfte der Zeit wenden und direkt auf Gitter fertig dörren)

Diese Form der Zubereitung nimmt zwar ein wenig mehr Zeit in Anspruch als die gebackene Variante, aber sie stellt für alle Rohköstler, die gern delikate Cookies verzehren, eine großartige Alternative dar.
 Durch den Dörrprozess sind sie mittig super chewy, während die Kruste am Rand einen wunderbaren Crunch-Effekt erzeugt. Aufgrund der schonenden Dehydrierung bleiben die Aromen der Früchte optimal erhalten und die Gewürze (Vanille, Zimt, Muskat) entfalten hier besonders intensiv ihre individuellen Geschmacksnuancen. Mit anderen Worten: es lohnt sich definitiv diese besondere Cookie-Variante zu probieren.

Zubereitung auch im Backofen möglich

Auch wenn du nicht zu den glücklichen Besitzers eines Dörrgerätes gehörst, so kannst du die Rezepte dennoch gern austesten und natürlich nach deinem Gusto variieren. Falls du bestimmte Sorten an Nüssen oder Kernen nicht verträgst oder magst, kannst du sie einfach durch andere ersetzen. Genauso auch bei den Trockenfrüchten: anstelle von Datteln kannst du Feigen, Aprikosen oder Rosinen integrieren. Die Cookies lassen sich ebenfalls im normalen Ofen bei 180°C Ober- und Unterhitze ungefähr 15-20 Minuten backen. Hierzu empfiehlt es sich sich nach ⅔ der Backzeit zu wenden. Achte aber darauf, dass die Kekse nicht zu kross werden. Übrigens eignet sich überreifes frisches Fallobst (Äpfel, Birnen) besonders gut für die Verarbeitung. Denn damit erzielst du nicht nur eine zusätzliche Süße, sondern kannst es auch vor der Tonne retten.

Hast du eines der Rezepte (oder alle) ausprobiert? Dann teile gern dein Feedback in den Kommentaren.
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Über mich

Fanny Patzschke
Fanny

Ich bin Fanny, Ernährungsberaterin, Fitnesstrainerin, Apothekerin, Yogalehrerin, Buchautorin und Referentin.

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