Yoga-Asanas der Kopfstand

Shirshasana – der Kopfstand: schnell & sicher meistern

Der Kopfstand (Shirshasana) bildet den Anfang in der klassischen Rishikesh-Grundreihe. Er wird auch als „König der Asanas“ bezeichnet. Ich praktiziere ihn sehr gern und regelmäßig. Allerdings sollte man einige Kontraindikationen beachten. Wenn du unter Bluthochdruck oder Augenerkrankungen leidest und Probleme in der Halswirbelsäule hast, solltest du ihn nicht ausführen. Als Alternativen, die auch gleichzeitig als gute Vorübungen dienen, eignen sich beispielsweise der Delfin, der herabschauende Hund und der Hase.

Anleitung für den Kopfstand

Aus der Stellung des Kindes legst du zuerst die Unterarme auf dem Boden ab. Dabei umschließt du die Ellbogen unterhalb der Schultern mit deinen Händen. Löse jetzt die Hände und falte deine Finger, so dass die mit den Unterarmen ein Dreieck bilden. Dadurch hast du deinen individuellen Abstand ermittelt. Platziere nun den Kopf auf der Scheitelmitte in der Kuhle und strecke die Beine nach hinten aus. Wandere anschließend mit den Füßen zum Körper. Beuge deine Knie, hebe die Füße mithilfe deiner Bauchmuskulatur kontrolliert an und richte den Rücken gerade. Jetzt ziehe einatmend die Knie nach oben und strecke die Beine aus. Halte die Stellung für mehrere Minuten oder solange wie für dich angenehm. Atme dabei tief mit dem Bauch ein und aus und achte darauf, dass deine Körpermitte aktiv bleibt. Abschließend entspannst du in der Stellung des Kindes oder gleitest in den Skorpion über.

Wirkungen

Yoga-Asanas wirken auf verschiedenen Ebenen. In erster Linie entfalten sie Effekte auf den physischen Körper, weiterhin jedoch beeinflussen sie uns auch auf energetischer und geistiger Ebene.

Körperlich

  • verbesserte Durchblutung der Kopfhaut, dadurch verjüngend
  • Stärkung von Koordination & Gleichgewichtssinn
  • Aktivierung des Sympathikus

Energetisch

  • angesprochene Chakras: Ajna sowie Sahasrara
  • Aktivierung der Sonnen- und Mondenergie

Geistig

  • Stärkung von Konzentration, Denkvermögen sowie Gehirnleistung
  • Kultivierung von Mut, Willenskraft sowie Selbstvertrauen
  • Förderung der Kreativität

Hinweise

Anders als der Name vermuten lässt, lastet das Hauptgewicht nicht auf dem Kopf, sondern vor allem auf den Unterarmen. Deshalb ist es wichtig, dass du vorher genügend Kraft aufbaust. Als Faustregel gilt: wenn du mindestens 10x hintereinander den dynamischen Delfin schaffst, bist du bereit für den Kopfstand. Weiterhin wichtig: baue die Asana genauso kontrolliert wieder ab wie du sie aufgebaut hast. Falls du dir unsicher bist, kannst du den Kopfstand auch in Wandnähe praktizieren, um zu verhindern, dass du nach vorn umkippst.

Quellen:
Die dargelegten Informationen entstammen den Mitschriften meiner Yogalehrerausbildung bei Yoga Vidya in Bad Meinberg, meinen persönlichen Erfahrungen sowie der nachfolgenden Literatur:
  • Sivananda, S.; Vishnu-Devananda, S.; Bretz, S.; Attner, A.; Hübner, N.; Ulbricht, K.; Groh, P.: Yogalehrer/innen Handbuch, 18. Auflage, Yoga Vidya Verlag 2018
  • Bretz, S.; Schönknecht, K.; Ulbricht, K.; Stein, A.: Das große Hatha Yoga Asana Buch, 1. Auflage, Yoga Vidya Verlag 2016
  • https://www.yoga-vidya.de/yoga-uebungen/asana

Falls du Fragen oder Anmerkungen zum Kopfstand hast, dann nutze gern die Kommentarfunktion und teile deine Erfahrungen.
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Fanny Patzschke
Fanny

Ich bin Fanny, Ernährungsberaterin, Fitnesstrainerin, Apothekerin, Yogalehrerin, Buchautorin und Referentin.

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